Image Credit: Unsplash, Drew Patrick Miller
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Was hat raven mit Politik zu tun?

Sehr viel mehr, als es den Anschein hat. Ein paar Gedanken über Raver und deren politische Einstellung.

Zugegeben, das ist vielleicht ein etwas seltsames Thema. Kaum einer von uns wird Raver sein oder sich so bezeichnen. Es handelt sich eher um eine Minderheit in unserer Gesellschaft. Trotzdem: Rave ist politisch, auch wenn dies wohl viele nicht hören wollen. Folgend eine „Analyse“ der aktuellen Lage meinerseits.

Politik?

Doch was hat „Rave“, also hauptsächlich elektronische Tanzmusik, mit Politik zu tun. Viel mehr, als du vielleicht denkst.

Ein Raver ist nicht jemand, der einfach nur elektronische Musik mag. Es hat auch nichts damit zu tun, immer noch Tank-Tops, Schlaghosen und Buffalos zu tragen. Es gehört schon mehr dazu, Raver zu sein. Es handelt sich dabei um ein Lebensgefühl.

Love, Peace and Unity

Wirkliche Raver leben (immer noch) nach dem Prinzip „Love, Peace and Unity“, also Liebe, Friede und Einigkeit. Und hier lässt sich die Verknüpfung zum politischen machen. Auch hier in Österreich. In einem Staat, in welchem gewisse politische Gruppen und auch bekannte einzelne Politiker stark gegen ausländische Mitmenschen und Flüchtlinge hetzen, finden sich, zumindest aus meiner Sicht, immer mehr Menschen, die sich gewissen Genres der elektronischen Musik hingezogen fühlen und sich aus Mode, weil einem der Musik-Stil halt gerade gefällt, Raver nennen.

Gleichzeitig will man aber mit Politik nichts zu tun haben. Trotzdem gibt es einige, die sich mit Politik beschäftigen und da verwundert es mich, dass es doch eine nicht ganz so kleine Gruppe gibt, die sich dem rechten Rand zugehörig fühlt und die Aktionen eben dieser politischen Gruppierungen und Parteien unterstützt.

Keine Ahnung, was Raver bedeutet

Und hier beginne ich, mich aufzuregen und darüber zu ärgern. Weil es gerade angesagt ist und weil es gerade alle Freunde machen, hört man elektronische Musik (hauptsächlich Dubstep und Drum’n’Bass — so kommt es mir jedenfalls vor) und nennt sich Raver. Gleichzeitig wählt man aber rechtspopulistische Parteien und findet Aktionen gegen ausländische Mitmenschen und Flüchtlinge gut.

Zur Erinnerung: Raver zu sein, ist ein Lebensgefühl bzw. eine Lebenseinstellung. Ein Raver tritt für Gleichheit für alle Menschen ein, ohne Ausnahme, woher diese stammen.

Kein Mensch ist illegal

Und ich betone noch einmal, dass alle Menschen dieselben Rechte haben. Dafür stehen die Menschenrechte. Jed23at das Recht auf eine Chance, etwas Besseres aus seinem Leben zu machen. Und wenn das in seinem oder ihrem Heimatland nicht möglich ist, dann eben woanders.

Dieser Zustand regt mich nun doch schon eine ganze Weile auf. Da wird das Wort „Raver“ aus modetechnischen Gründen missbraucht, ohne zu wissen, was wirklich dahintersteckt. Und anstatt sich zusammen zu tun, bekriegen sich diese „Raver“ noch gegenseitig und streiten sich darum welches Genre denn nun besser ist.

Fazit

Du nennst dich Raver, hast das Gefühl, dass dein bevorzugtes Genre besser ist, als das anderes? Du denkst, Menschen aus anderen Ländern dürfen nicht zu uns kommen, „unsere“ Sozialleistungen sind ausschließlich für „uns“ da und „unsere“ Grenzen sollten wieder dichtgemacht werden?

Dann bist du kein Raver. Punkt. Hör in Zukunft auf, dich so zu nennen.

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