Photo by William Iven on Unsplash
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Warum ich mich aus Social Media Plattformen zurückziehe

Eigentlich sind soziale Medien ja eine tolle Sache. Seit nunmer 2009 bin ich bei Facebook, seit 2011 nenne ich einen Twitter-Account mein Eigen. Das ist schon ein bisschen was an Zeit. Doch in den letzten Monaten versuche ich, mich aus den Fängen der sozialen Medien zu lösen. Warum, möchte ich im folgenden Text erläutern.

Facebook und Twitter

Bei Facebook überlege ich schon lange, ob ich meinen Account dort komplett löschen soll. Als Newsplattform ist Facebook aufgrund seiner Algorithmen schon lange nicht mehr geeignet, weil nicht mehr chronologisch sortiert wird. Zudem wird ausgefiltert, was nicht meiner Meinung entspricht. Was nützt es mir, wenn mir nur jene News angezeigt werden, die meiner Einstellung entsprechen? Schließlich will ich ja auch über den Tellerrand blicken. Doch auch wenn Facebook nicht benutzt werden kann um auf dem Laufenden zu bleiben, so ist es doch ganz nützlich wenn man mit Freunden in Kontakt bleiben will. Bspw. innerhalb des Vereins, bei dem ich Mitglied bin, organisieren wir uns über Facebook-Gruppen. Aber auch für andere Dinge haben wir Facebook-Gruppen eingerichtet und der Chat ist dann und wann auch ganz nützlich.

Was Facebook betriftt habe ich mich also beschlossen, zwar nicht mehr aktiv auf meiner Timeline zu posten und alle nicht relevanten Daten zu löschen sowie Personen, mit denen ich nichts zu tun habe, aus meiner Facebook-Freundesliste zu entfernen. In den Gruppen, in denen ich Mitglied bin, werde ich allerdings trotzdem noch aktiv sein und mich einbringen. Zudem habe ich schon seit Längerem die Facebook- und Messenger-App von meinem Handy gelöscht, weil ich diese ständigen Benachrichtigungen nicht brauche und so auch nicht verleitet werde, bei Facebook vorbeizuschauen. Es genügt vollkommen, wenn ich Facebook einmal am Tag am PC checke. Mehr brauchts nicht.

Was Twitter betrifft, so bleibe ich dort in gewisser Weise noch aktiv. Allerdings werde ich auch dort einige Accounts aus meiner Following-Liste entfernen. Twitter ist zwar toll für News, allerdings ist die Plattform zu schnell geworden . Darum gilt für mich auch hier Reduzierung. Ich werde nur noch Personen folgen, die mich wirklich interessieren. Bei News-Seiten versuche ich, auf RSS-Feeds auszuweichen. Wenn kein RSS-Feed angeboten wird, dann werde ich halt noch deren Twitter-Account folgen.

Andere soziale Netzwerke

Ich habe auch noch auf anderen sozialen Netzwerken Accounts. Beispielsweise auf Instagram. Meine Accounts dort werde ich allerdings komplett löschen, weil auch dort die Beiträge nicht mehr in chronologischer Reihenfolge gezeigt werden. Ich mag keine Algorithmen, die mir nur das anzeigen, was ich möglicherweise mag. Bei Musik mag das durchaus hilfreich sein. Bei Spotify begrüße ich es beispielsweise durchaus, dass mir keine Volksmusik vorgeschlagen wird, wenn ich diese nicht mag. Bei News finde ich dieses Vorgehen aber unvorteilhaft.

Entschleunigung

Ein großes Stichwort ist auch Entschleunigung. Wie bereits erwähnt, gibt es soziale Netzwerke, wie beispielsweise Twitter, die extrem schnell geworden sind. Alles läuft in Echtzeit ab. Zu Spitzenzeiten folgte ich dort über 250 Accounts. Wenn ich mal eine Stunde lang nicht in meinen Twitter-Feed gesehen habe, dann hatte ich keine Möglichkeit mehr, all die Tweets zu lesen. Im Grunde denkt man sind, “ist doch kein Problem”. Mit der Zeit macht sich aber das Gefühl breit, man könnte etwas verpassen, wenn man nicht sieht, was so getweetet wird. Und dieses Gefühl wurde mir zu viel. Ich möchte News dann konsumieren, wenn ich Zeit dafür habe. Und ich muss dazu nicht immer Tagesaktuell sein. Genau das erreiche ich mit RSS-Feeds. Diese bleiben in meinem Feedreader und ich kann dann lesen, wenn ich Zeit dazu finde.

Fürs erste reicht das, denke ich. Sollte ich mal Zeit finden, werde ich vielleicht noch separate Artikel über Facebook oder Twitter und RSS-Feeds schreiben und genauer darauf eingehen, warum mir das eine nicht gefällt, das andere dafür besser.

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