Einhornessenzen – Ein Geschenk des Himmels?

Heute morgen habe ich den Beitrag „Ich glaub, mich tritt ein Einhorn!“ der Futurezone gelesen. Eigentlich ganz lustig geschrieben, fehlt mir dort doch eine Quellenangabe. Das hat mich dazu inspiriert, einfach mal selbst zu suchen.

Nachdem ich bei Google einfach mal „Einhorn Essenz“ eingegeben habe, wurde ich durch den ersten Treffer auf folgende Webseite geleitet: http://www.einhornessenz.de/. Dort prangert schon mal gleich groß „Einhornessenzen – Geschenke des Himmels“.

Passend zu dem Einhornessenzen bietet die Betreiberin dieser Webseite auch gleich den „Immerwährenden Einhornkalender“ sowie die „Kerze Einhornzauber“ an. Wow. Eine richtige Einhorn-Fabrik.

Die Kerze

Interessant finde ich, dass auf der Webseite angegeben wird, dass diese Kerze aus dem Material „Paraffin“ besteht. Laut Wikipedia handelt es sich bei diesem Material um ein wachsartiges Gemisch aus Alkanen. Wachsartig? Wenn wir weiter lesen, erfahren wir im Punkt „Herstellung“, dass Paraffin aus sogenannten Schmierölschnitten der Vakuumdestillation gewonnen wird. Ich zitiere an dieser Stelle einfach mal einen kurzen Absatz aus dem Wikipedia-Artikel:

Bei deren Entparaffinierung entstehen als Nebenprodukt die Paraffin-Gatschen, die noch 2 bis 30 % Ölanteile enthalten. Aus diesen Gatschen wird durch Entölung mit unterschiedlichen Ölabtrennungsverfahren (Schwitzentölung, Lösemittelentölung, Sulzer-Kristallisationsentölung) das Rohparaffin gewonnen. Das Rohparaffin wird anschließend weiter raffiniert (s. u.). Daneben wird es auch aus Braunkohle, aus bituminösen Schiefern und Torfkohlen hergestellt.

Öl und Kohle, synthetische Paraffine. Das klingt ja so richtig nach Einhorn. Ein klein wenig weiter unten unter „Verwendung“ erfahren wir zudem, dass Paraffin auch für folgende Anwendungen zum Einsatz kommt:

  • Ausbruchsschutz in der
  • Ameisenhaltungals Austriebsspritzmittel im Pflanzenschutz (Larven werden durch Paraffinfilm erstickt)
  • in der Reifenherstellung als Ozonschutz

Lecker. Versteht mich nicht falsch, mir ist durchaus bewusst, dass auch viele andere Kerzen syntetisch hergestellt werden. Aber wenn eine Kerze als Einhorn-Produkt beworben wird, ist das doch etwas paradox.

Die Essenzen

Die Essenzen sind wirklich der Hammer. Geschützt durch Violettglas, welches angeblich eine höheres „Energiequantum“ besitzen soll, soll die heilende Wirkung der Essenzen unterstützen. Wenn man nach „Violettglas“ googelt, erfährt man, dass Violettglas angeblich den „absoluten Schutz“ vor Licht bietet. Aha. Essenzen von Lichtwesen benötigen also absoluten Lichtschutz? Klingt einleuchtend.

Mein persönlicher Favorit ist das Produkt „Erzengel Uriel und das Einhorn Friedensklang“. Ich zitiere von der Webseite:

Lass Dich auf den Prozess ein, zum Friedensfürst auf Erden zu werden. Versprühe den neuen Frieden mit dieser Essenz auf der ganzen Welt. Friede sei mit Dir!

Na das ist ja toll. Der Weltfrieden zum versprühen. Miss Undercover hätte sich gefreut.

Gegen Fracking am Bodensee

Es regt sich Widerstand gegen das geplante Fracking am Bodensee. Vor kurzem wurde vom Land Vorarlberg eine Petition online gestellt, welche jeder Vorarlberger unterzeichnen und somit seinen Unmut gegen Fracking zeigen kann. Inzwischen haben aber die Grünen Vorarlberg in Zusammenarbeit mit den deutschen und Schweizer Grünen eine Avaaz-Petition erstellt. Denn: Gemeinsam sind wir stärker!

Deshalb empfehle ich jedem Vorarlberger, der sich gegen Fracking einsetzen möchte, beide Petition zu unterschreiben. So ist das Zeichen noch größer!

Was genau ist eigentlich Fracking?
Dabei handelt es sich um eine Methode zur Gewinnung von sogenanntem „Schiefergas“. Dieses Gas befindet sich im Schiefergestein weit unter der Erdoberfläche. Um das Gas zu gewinnen, werden die Gesteinsschichten horizontal angebohrt. Anschließend wird eine Chemikalie in das Gestein gepumpt, welche unter Druck das Gas aus dem Gestein heraus presst. Dabei entstehen Risse. Hinzu kommt, dass zur Kühlung der Bohrer oftmals auch giftige Kühlflüssigkeiten verwendet werden. Die Gefahr für Erdbeben und die Verschmutzung von Grundwasser ist erheblich! Weitere Informationen findet ihr z.B. auf der deutschsprachigen Wikipedia.

Ein Google für menschliche Gene?

Mit 23andMe gibt es seit 2007 ein US-Amerikanisches Unternehmen, welches sich darauf spezialisiert hat, menschliche Gene zu analysieren und Vorhersagen über eventuelle gesundheitliche Gefährdungen zu erstellen. Laut Webseite ist es ihnen möglich, über 240 „gesundheitlichen Bedingungen und Eigenschaften“ zu erkennen. Zudem können angeblich Aussagen über deine Vorfahren, deine Abstammung und deine Verwandtschaft gemacht werden. Die US-Firma, mit Sitz im Kalifornischen Mountain View, hält deinen Bericht überdies stehts Up to Date und schickt dir regelmäßig neuste Wissenschaftliche Erkenntnisse, auf dich persönlich zugeschnitten. Um 99 US-Dollar kann man eine DNS-Probe von sich einschicken, die dann analysiert, und natürlich gespeichert, wird. Irgendwie ein gruseliger Gedanke.

Richard Gutjahr ist in die USA gereist und hat die Sprecherin des Unternehmens interviewt. Auf seinem Blog gibt’s das interessante Interview zum lesen.

Online-Tool zeigt ob du vom Adobe-Hack betroffen bist

Wie seit kurzem bekannt, wurden die Adobe-Server gehackt und wahrscheinlich bis zu 38 Millionen Passwörter im Internet veröffentlicht. Inzwischen sind wir solche Meldungen ja gewohnt, trotzdem sollte jeder, der eine Adobe-ID hat, sicherheitshalber sein Passwort ändern.

Dazu gibt es ein ganz praktisches Online-Tool, entwickelt von rufo. Einfach das Tool öffnen und die E-Mail-Adresse eingeben, mit welcher du dich bei Adobe angemeldet hast. Und schon kannst du sehen, ob du betroffen bist, oder nicht. Ich selbst zum Beispiel war betroffen.

Anschließend solltest du auf jeden Fall dein Passwort ändern. Dazu gehst du auf die Adobe-Webseite und meldest dich an. Anschließend navigierst du zu „MyAdobe ID“. Dort kannst du dann dein Passwort ändern. Anschließend speichern nicht vergessen.

Passwort der Adobe-ID ändern
Passwort der Adobe-ID ändern

Ganz nebenbei: Die Adobe-Webseite ist extrem lahm, wie ich während des Schreibens von diesem Artikel bemerkt habe.

NSA scannt Adressbücher und Kontaktlisten

Das nächste „Programm“ der NSA ist nun also bekannt. Der US-Amerikanische Geheimdienst scannt also Millionen Adressbücher und Kontaktlisten aus E-Mail-Diensten, Sozialen Netzwerken und Instant Messaging-Programmen.

Mir fällt dazu eigentlich nur noch eins ein:
Wen wundert’s? Überrascht euch das wirklich noch? Inzwischen sollte wohl klar sein, dass sich die Geheimdienste einfach alles krallen, was sie in ihre Hände bekommen. Privatsphäre wird dabei rücksichtslos missachtet. Mich würde eher interessieren, ob es noch irgendetwas gibt, was nicht von irgendeinem Geheimdienst überwacht, kontrolliert und gesammelt wird.

Hier stellt sich zwischenzeitlich auch die Frage, was der Versucht, sich dagegen zu wehren, oder so wenige Daten wie möglich zu verursachen, überhaupt noch nützt? Du bist nicht bei Facebook? Egal, die anderen lassen ihre Adressbücher scannen und dokumentieren so ihre Bekanntschaft zu dir. Oder sie laden Fotos hoch, auf denen man sichtbar ist. Die Gesichtserkennungssoftware tut dann ihr restliches dazu. Du verwendest kein Google Mail? Aber andere tun es. Oder irgendeinen anderen Mail Provider. Zudem wissen wir ja, dass E-Mails unverschlüsselt versendet werden und die Geheimdienste alle sammeln und zu Profilen auswerten. Auch wenn du keine E-Mails sendest, wirst du wohl von anderen Personen, Freunden und Bekannten erwähnt und somit kann man wieder Profile über dich erstellen. Du verwendest kein Dropbox? Na ja, hier wird die Argumentation schon schwieriger. Allerdings vertraue ich meiner Antiviren-Software auch nicht mehr. Jedes AV-Programm hat inzwischen Funktionen, mir welcher die gescannten Dateien per Cloud-Service überprüft werden. Zum Teil werden Dateien und Dokumente sogar auf die Server der Antiviren-Firmen hochgeladen und direkt dort gescannt. Um schneller zu reagieren und bessere Erkennungsraten zu schaffen, wie die Unternehmen behaupten. Zudem wird versprochen, dass die Dateien natürlich gleich wieder von den Servern gelöscht werden. Doch wer prüft das? Wer sagt uns, dass wir den Unternehmen trauen können? Wer garantiert uns, dass nicht auch diese Firmen schon lange Verträge mit irgendwelchen Geheimdiensten haben?

Es ist ja gut und Recht, zu versuchen, sich etwas davor zu schützen, denn schließlich hat jeder Mensch das Recht auf Privatsphäre. Andererseits glaube ich allmählich, dass wir als Volk so gar nicht die Möglichkeit haben, uns selbst zu schützten. Wenn uns der Staat nicht mit ordentlichen Gesetzen schützt und auch nicht dafür  sorgt, dass diese durchgesetzt werden, so wird sich wohl oder übel nichts ändern. Der nächste Schritt ist dann ein Umdenken in den Führungskreisen von Polizei und Geheimdiensten.

Versteht mich nicht falsch, ich versuche durchaus weiterhin, meine Privatsphäre zu schützen und baue mir Alternativen zu Dropbox, Evernote und Gmail auf. Angesichts solcher Meldungen fragt man sich jedoch ernsthaft, was das Ganze bringt, wenn es offensichtlich niemanden zu interessieren scheint.

Fiery Command Workstation: Automatischer Start bei Windows-Anmeldung verhindern

Heute habe ich mal ein etwas spezielleres Thema, das so wohl nicht jeden Betrifft. Da ich dazu im Internet aber keinerlei Informationen gefunden habe, möchte ich die Problematik in diesem Blog-Post erläutern.

Bei uns in der Firma verwenden wir einen Drucker mit einen Fiery-Controller. Um Broschüren und Anleitungen zu drucken, verwenden wir die Software „Fiery Command Workstation 5.5„. Seit der neusten Version bekommt man allerdings nicht mehr direkt die Software zum Download angeboten. Hier gibt es eine kleine EXE-Datei: den „Fiery Software Manager“. Ach, wie ich solche „Software Manager“ hasse. Leider habe ich keinen direkten Download für die Command Workstation gefunden, also habe ich in den sauren Apfel gebissen und den Software Manager ausgeführt. Wie erwartet lädt diese EXE-Datei die eigentliche Software nach und installiert sie auf dem PC. So weit so gut. Das blöde dabei ist nur, dass nun bei jeder Benutzeranmeldung am PC der Fiery Software Manager Administrator-Rechte haben möchte, um nach Updates zu suchen. Das ganze nervt, da man nach jeder Anmeldung an Windows 7 erstmal das UAC-Fenster zu Gesicht bekommt.

Mein erster Versuch war, den Software-Manager zu deinstallieren, was leider nichts genützt hat. Trotzdem noch wollte der Software-Manager bei jeder Anmeldung das Passwort haben. Nach ein wenig Sucherei habe ich dann bemerkt, dass sich in der Ereignisanzeige ein Eintrag des Fiery-Software-Managers befindet.

Eintrag des Software-Managers in der Ereignisanzeige
Eintrag des Software-Managers in der Ereignisanzeige

Dieser Eintrag muss nun mit „Rechtsklick -> Deaktivieren“ deaktiviert werden. Somit wird diese Aufgabe nicht mehr ausgeführt und du bist dieses lästige UAC-Fenster nach jedem Login los.

Englischer VMware vShpere Client unter Deutschem Windows 7

Ich mag keine Deutschen Administrations-Oberflächen. Für meine Arbeit benötige ich allerdings ein Deutsches Windows 7 auf meinem Notebook. Trotzdem verwende ich nach Möglichkeit jede Administrations-Oberfläche und jeden Server in Englisch.

Der vSphere-Client von VMware stellt seine Sprache allerdings automatisch nach der auf dem System installierten Sprache ein. Bei mir also Deutsch. Leider konnte ich im Client selbst keine Option finden, deshalb wende ich einen kleinen Workaround an. Und zwar kann man die vSphere-Verknüpfung ein klein Wenig ändern, so dass das Programm zukünftig in Englisch startet.

Öffne die Eigenschaften deines VMware vSphere Clients:

Open the properties of your VMware vSphere Client
Open the properties of your VMware vSphere Client

Und nun hänge „-locale en_US“ am Ende des „Ziel“-Felds im Tab „Verknüpfung“ an:

Verknüpfung von VMware vSphere bearbeiten
Verknüpfung von VMware vSphere bearbeiten

Wenn du über diese Verknüpfung den vSphere Client startest, hast du ab sofort ein Englisches Interface. Nett!

Jetzt hast du ein Englisches Interface
Jetzt hast du ein Englisches Interface