Image: Tim Marshall on Unslash

Nimm doch einen Flüchtling bei dir zuhause auf!

Wer sich für Flüchtlinge einsetzt wird immer wieder von “Asylkritikern” aufgefordert, er solle doch bitte Einen bei sich zuhause aufnehmen. Doch dieses “Argument” ist totaler Schwachsinn.

Wer für …

  • … mehr Verbindungen im öffentlichen Verkehr ist, muss nicht selbst Bus- oder Zugfahrer werden.
  • … bessere Bildung ist, muss nicht selbst unterrichten.
  • … ein besseres Gesundheitssystem ist, muss nicht selbst Arzt werden.
  • … mehr biologische Produkte in den Läden ist, muss nicht selbst Bio-Bauer werden.

Und wer sich für eine gerechte Behandlung von flüchtenden Menschen einsetzt, muss keinen Flüchtling bei sich zuhause aufnehmen.

Klar, wer flüchtige Menschen bei sich zuhause aufnehmen möchte, der kann das natürlich gerne tun. Es ist immer gut, wenn sich Menschen für eine Sache, für die sie stehen, auch “körperlich” einsetzen. Dies ist jedoch kein Muss. Vor allem, wenn der- oder diejenige sich bereits bei einem (Hilfs-)Projekt einsetzt, kann man trotzdem noch für eine andere Sache sein und muss dort nicht auch noch helfen. Schließlich hat für alle von uns der Tag lediglich 24 Stunden und niemand hat die Fähigkeit sich zu teilen. Jeder muss sich seine Zeit einteilen. Und wer Hilfsorganisationen “nur” mit Geld unterstützen möchte, soll auch das dürfen.

Also, bitte hört endlich mit diesem unsinnigen Argument auf. Es ist einfach Schwachsinn. Nein: Man muss keinen Flüchtling bei sich zuhause aufnehmen, wenn man für Asyl und eine bessere Flüchtlingspolitik steht.

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