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Google beendet Arbeit an Militär-Projekt Maven

Google reagiert auf die Kritik von Mitarbeitern und Wissenschaftlern und lässt die Zusammenarbeit mit dem Pentagon am Militärprojekt Maven auslaufen.

Wie Heise Online berichtet, hat Google angekündigt, die Zusammenarbeit mit dem Pentagon an dem Projekt Maven auslaufen zu lassen. Hintergrund ist folgender. Im Projekt Maven wird an Kampfdrohnen gearbeitet. Aber nicht an irgendwelchen. An möglichst autonomen Kampfdrohnen. Die Rolle Googles bestand darin, mit der Hilfe von Machine Learning, auch künstliche Intelligenz (KI) genannt, automatisiert Videos von Drohnen auszuwerten. Mit dieser Auswertung werden dann ohne menschliche Interaktion militärische Ziele ausgewählt.

Mitarbeiter von Google hatten dieses Vorgehen mit einem offenen Brief an Google kritisiert und forderten eine Beendigung der Mitarbeit an dem Projekt aus ethischen Gründen, sorgten sich aber auch um das gute Image von Google. Einige Mitarbeiter hatten deswegen sogar gekündigt. Auch Wissenschaftler stellten sich an die Seite der Mitarbeiter. Google hat dem nun nachgegeben. Jedoch wird der Vertrag nicht wie gefordert sofort gekündigt. Diesen wird Google einfach auslaufen lassen und anschließend nicht mehr verlängern.

Man mag nun zu Recht kritisieren, dass Google das Projekt nicht sofort beendet. Ich selbst kenne aber die genauen Hintergründe und den Vertrag nicht, so dass ich diese Entscheidung nicht so einfach kritisieren möchte. Gut finde ich allerdings, dass Google auf die Kritik reagiert. Es ist schön zu sehen, dass es durchaus noch große Konzerne gibt, die auf die Kritik ihrer Mitarbeiter hören und Konsequenzen daraus ziehen. Das gibt es heutzutage schon selten genug. Zumindest bekommt man davon nur sehr selten etwas mit. Wenn ein Konzern einmal auf Kritik reagiert, dann höchstens, wenn bereits ein enormer Image- oder finanzieller Schaden entstanden ist. Wenn diese zwei Kriterien nicht zutreffen, so wird oft sehr wenig bis überhaupt nichts unternommen. Zumindest kommt es mir aus meiner subjektiven Sicht so vor.

In diesem Sinne: Ein Lob an Google. Es tut gut, dass Firmen sich aus Militärprojekten zurückziehen, wenn Mitarbeiter das kritisieren. Noch schöner wäre es natürlich gewesen, Google hätte sich erst gar nicht an dem Militärprojekt beteiligt.

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