Meldepflicht für Blogger in Russland

Wie derstandard.at berichtet, führt Russland ein Gesetzt ein, das „Betreiber von Blogs und anderen Webseiten mit mehr als 3.000 Besuchern am Tag“ dazu verpflichtet, sich beim Staat anzumelden. Kritiker sehen das als Angriff auf die Informations- und Meinungsfreiheit. Dabei werde unter anderem auch die Überwachung ausgebaut.

Natürlich ist so ein Gesetzt höchst bedenklich. Man sieht hier, wie sehr ein Staat seine Bürger im Auge behalten und überwachen möchte. Solche Gesetze gehen ganz klar in die falsche Richtung.

Nur frage ich mich gerade: Was für einen Sinn macht dieses Gesetzt? In Österreich und Deutschland ist jeder Betreiber einer Website oder eines Blogs dazu verpflichtet, ein Impressum zu führen. Somit ist bei jedem Blog klar, wer ihn betreibt und das macht eine offizielle Registrierung unnötig. Lediglich der Aufwand ist etwas höher, da der Staat die Daten selbst sammeln muss und die Blogger nicht von selbst kommen um sich zu registrieren. Wer aber absichtlich kein Impressum führt, weil er seinen Namen nicht preis geben will, der wird sich wohl auch kaum offiziell registrieren, sondern irgendwie versuchen, anonym zu bleiben.

Ein Monat Mailbox.org: ein Erfahrungsbericht

Lange habe ich nach einer Alternative zu Google Mail gesucht, da ich einfach etwas dagegen habe, wenn mein E-Mail-Postfach für Werbezwecke gescannt wird. Ich habe den Anbieter meiner Wahl in Mailbox.org gefunden. Einen Monat lang verwende ich den brandneuen E-Mail-Dienst nun. Somit ist es an der Zeit, einen kleinen Erfahrungsbericht zu schreiben.

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Der mühsame Umstieg auf Verschlüsselung

Wie oft habe ich bereits mit den verschiedensten Menschen über Verschlüsselung diskutiert. Mit Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und fremden. Das Ergebnis war bis jetzt, bis auf wenige Ausnahmen, fast immer dasselbe. Es wird von kaum jemandem eingesehen, warum er seine Daten verschlüsseln sollte. Ständig wird mit dem berühmt-berüchtigten Satz „Ich habe doch ohnehin nichts zu verbergen“, argumentiert. Das kann ich so aber nicht stehen lassen.

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Heartbleed Logo

Heartbleed: Welche Webseiten sind von der schweren OpenSSL-Lücke betroffen?

Manch einer, vor allem Technikbegeisterte Menschen, haben ohnehin schon von ihr gehört: Die Heartbleed-Lücke von OpenSSL.

Am Montag dieser Woche wurde in dem Programm „OpenSSL“ eine schwerwiegende Lücke bekannt, die „Heartbleed“ genannt wurde. Das Problem an dieser Lücke ist, dass sich damit ganz einfach trotz verschlüsselter Verbindung sämtlich Passwörter und persönliche Daten auslesen lassen. Bei Online-Banking heißt das zum Beispiel, dass die ganze Transaktion ausgelesen werden und von Angreifern eventuell auch manipuliert werden kann. Noch gravierender ist die Tatsache, das OpenSSL das wohl am weitesten verbreitete Software-Paket für verschlüsselte Verbindungen ist. Etwa zwei Drittel aller Webseiten im Internet sind betroffen.

Welche Passwörter sollte ich nun ändern?

Nun stellt sich die Frage, was man denn dagegen tun kann? Na ja, als Anwender nicht all zu viel. Man kann nur hoffen, dass der Betreiber einer Website schnell reagiert und die Software aktualisiert und somit die Lücke schließt. Anschließend kann man als Anwender nur das Passwort ändern, damit in Zukunft nicht mehr auf das entsprechende Konto zugegriffen werden kann. Mashable hat eine Liste von Diensten veröffentlicht, bei denen das Passwort geändert werden sollte. Allerdings ist diese Liste mit Sicherheit nicht vollständig, vor allem, da sie sich auf die USA bezieht. Trotzdem sind ein paar Größen aufgelistet, die auch uns Europäer betreffen. So sollte zumindest das Passwort folgender Dienste geändert werden:

  • Facebook
  • Tumblr
  • Google (Mail)
  • Yahoo (Mail)
  • Amazon Web Services
  • Dropbox
  • LastPass
  • SoundCloud

Das sind doch schon mal ein paar Größen, die viele von uns treffen werden. Also zögert nicht und ändert eure Passwörter! Vor allem bei einer derart schweren Lücke sollte möglichst rasch gehandelt werden.